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Fernglas-Wissen  

Fernglas

1. Allgemeines

2. Funktionsweise eines Fernglases

3. Was ist ein (Fernglas-) Objektiv

4. Astronomie mit dem Fernglas

5. Deep Sky Beobachtungen mit dem Fernglas

7. Tipps zum Kauf

8. Vor der Suche und dem Kauf

9. Fernglas-Lexikon

Allgemeines

Mit dem Fernglas hat der Mensch ein Werkzeug für sich erfunden, um weit entfernt liegende Objekte nah und scharf betrachten zu können. Das Fernglas etablierte sich als handlichere und praktische Weiterentwicklung des bereits im Mittelalter verwendeten Fernrohrs. Es ist ziemlich umstritten wer der Erfinder des Fernglases ist. Als sein "offizieller" Erfinder jedoch gilt der deutsche Ernst Abbe, der das Fernglas in Zusammenarbeit mit der Firma Carl Zeiss 1893 zum Patent anmeldete. Im Prinzip ist das Fernglas nichts anderes als ein Doppelfernrohr.  Bei einem Fernrohr kann nur mit einem Auge durch das Fernrohr gesehen werden, außerdem erscheint das Bild in einem Fernrohr auf dem Kopf stehend und seitenverkehrt. Im Gegensatz zu einem Fernglas ist die Baulänge eines Fernrohrs deutlich größer als die bei einem Fernglas. Die kompakte Bauweise eines Fernglases wird durch den Einsatz von Prismen erreicht, die das Lichtbündel im Strahlengang mehrfach falten und dadurch die kompakte Bauweise eines Fernglas ermöglichen. Bei einem Fernglas ist der Einsatz beider Augen möglich, das Bild ist aufrecht und seitenrichtig, diese Eigenschaft wird so von vielen Menschen als natürlicher und praktischer empfunden. Deshalb hat  es sich im alltäglichen Gebrauch gegen das Fernrohr schnell durchgesetzt. Aufgrund seines großen Gesichtsfelds, relativ geringen Größe und dem beidäugigen Einblick ist das Fernglas ein bequemes Beobachtungsgerät, das auch unter Hobbyastronomen sehr geschätzt wird.

Ferngläser werden heute in sehr vielen Anwendungsgebieten eingesetzt. Wir bieten Ihnen eine sehr große Auswahl an qualitativ sehr guten Ferngläser. Ein Fernglas ist heute bei vielen Tätigkeiten unverzichtbares Hilfsmittel. Der Biologe der am Strand von Sylt Robben beobachtet und die Vögel im Wattenmeer zählt, benötigt ein Fernglas ebenso, wie etwa der Tourist, der die Schönheit der Berge durch sein leicht tragbares Fernglas beobachtet. Dem Hobby-Astronomen, dem Soldaten oder dem Jäger bringt das Fernglas sein Ziel näher und sorgt für eine bessere Beobachtung.
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Funktionsweise eines Fernglas

Ein Fernglas besteht aus zwei parallelen, nebeneinander angeordneten, über eine sogenannte Brücke miteinander verbundene Fernrohre. Jedes dieser Fernrohre ist im Aufbau identisch mit dem anderen. Jedes betrachtete Objekt, ob Haus, Mensch, Wald, Tier oder Fahrzeug reflektiert Lichtstrahlen in unterschiedlicher Wellenlänge. Die auf das Objektiv (vordere Gläser) auftreffende Lichtstrahlen werden dabei vom Objektiv im Inneren des Fernrohrs gebündelt, über die im weiteren Verlauf des Rohres angeordnete Prismen umgelenkt und durch das Okular dem Betrachter in das Auge geführt. Auf der menschlichen Netzhaut entsteht nun das Bild des betrachteten Objekts. Die Scharfeinstellung erfolgt über eine in den Röhren verschiebbare Linse, die über eine in die Brücke integrierte Mechanik bewegt wird.
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Was ist ein (Fernglas-) Objektiv

Bei allen optischen Instrumenten, ob digitale Spiegelreflexkamera, Fernglas, Spektiv, Zielfernrohre oder Mikroskop, wird die dem zu betrachtenden Objekt zugewandte Optik Objektiv genannt, oder einfacher gesagt -  die Optik der Lichteintrittsseite ist das Objektiv. Die Optik die dem Betrachter zugewandt ist - die Lichtaustrittsseite - wird hingegen im Regelfall als Okular bezeichnet. Der Begriff umfasst nicht nur die von außen sichtbare Front-Linse, sondern steht auch für ein ganzes Linsensystem. So kann sich ein Objektiv aus zwei oder drei, aber auch vier und mehr Linsen (z. B. bei der Fotooptik) zusammen setzen. Wichtig für guten Durchblick und exakte Abbildung ist, dass die optische Rechnung stimmt. D. h.: die zueinander gehörenden Linsen im Objektivsystem müssen in ihrer Wölbung bzw. Krümmung, ihren Dicken und Abständen und in den Eigenschaften des für sie verwendeten Glases optimal aufeinander abgestimmt sein. Bei einem Markenfernglas darf man sich dessen ziemlich sicher sein.
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Fernglas-Astronomie

Astronomische Beobachtungen mit dem Fernglas

Mit einem guten Fernglas lassen sich schon viele Dinge am Himmel entdecken, sehr hilfreich ist dabei ein Fernglas-Stativadapter. Mit dem Stativanschlussgewinde des Fernglases lassen sich Ferngläser auf ein Stativ montieren. Kann man mit dem bloßen Auge nur einige tausend Sterne erkennen, so erschließen sich mit dem Fernglas ungleich mehr Objekte. Aber nicht die größere Anzahl macht den Unterschied, sondern vielmehr die Möglichkeit, die Objekte zu vergrößern. Mit einem guten Fernglas ist man bereits in der Lage die Monde des Planeten Jupiter zu erkennen. Visiert man das Sternbild Orion an, kann man unterhalb der Gürtelsterne den Orion-Nebel M 42 beobachten. Es handelt sich um eine gewaltige Wolke unvorstellbaren Ausmaßes, die aus kosmischem Staub und Gasen besteht und von den Sternen durch UV-Licht zum Leuchten angeregt wird. Unsere Nachbargalaxie M 31 ist ebenso gut mit dem Fernglas zu erkennen. Kein Wunder, erstreckt sie sich doch über fünf Monddurchmesser am Firmament. Sie ist eine wunderschön anzusehende Spiral- Galaxie eines ähnlichen Typs wie unsere eigene Galaxie (Milchstraße).

Planeten und Monde mit dem Fernglas beobachten

Wenn Sie einen hellen „Stern“ am Himmel sehen, der nicht auf einer Sternkarte verzeichnet ist, handelt es sich mit Sicherheit um einen Planeten. Die Erde ist einer von neun Planeten, die im All um die Sonne kreisen. Zwei der Planeten, Merkur und Venus, stehen näher zur Sonne als unsere Erde. Die anderen Planeten Mars, Jupiter, Saturn, Venus, Neptun, Uranus und Pluto sind weiter von der Sonne entfernt als unser Planet. Fünf der Planeten - Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn – sind leicht mit dem unbewaffneten Auge oder Fernglas zu erkennen. Sie erscheinen uns wie helle Sterne, bis man sie mit dem Fernglas oder dem Teleskop beobachtet. Detailbeobachtungen sind jedoch mit Ferngläsern aufgrund der niedrigen Vergrößerung nicht möglich.
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Deep Sky Beobachtungen mit dem Fernglas

Blättert man in astronomischen Fachzeitschriften oder in Werbebroschüren einiger Teleskophändler, so stößt man unweigerlich auf den Begriff DEEP SKY, auf Deutsch übersetzt „Tiefer Himmel“. Astronomen bezeichnen alle Objekte, die sich jenseits unseres Planetensystems befinden, als Deep-Sky-Objekte. Und das ist ein ganzer Zoo an Sehenswürdigkeiten, der sich unseren Augen bietet, wenn wir mit Ferngläsern oder Teleskopen ausgestattet auf Safari gehen. Wie wir schon in der Einleitung angeschnitten haben, werden wir durch Medien und Werbung mit bunten Bildern von leuchtenden Gasnebeln verwöhnt. Wenn man hofft, im Fernglas auch dieses farbenprächtige Spiel sehen zu können, wird man als Laie anfangs zwangsläufig etwas enttäuscht sein. Bei den Bildern handelt es sich um fotografische Aufnahmen mit Langzeitbelichtung, die man selbst durch die größten Teleskope mit dem Auge so nicht erkennen kann. Davon sollte man sich natürlich nicht enttäuschen lassen, denn trotzdem kann man mit einem Fernglas sehr viel mehr sehen, als mit dem bloßen Auge. Das Auge hat eine maximale Pupillenöffnung von etwa 8mm. Bei einem Fernglas mit nur 50mm Öffnung ist die Fläche, die das Licht sammelt, schon so groß, das man noch Sterne sehen kann, die 7-mal dunkler sind, als die schwächsten mit bloßen Auge zu erkennenden Sterne. Das eröffnet einem eine große Auswahl an interessanten Objekten. Je größer die Objektivöffnung, desto mehr Sterne sind erkennbar. Doch selbst große Öffnungen vermögen es nicht, uns Farbeindrücke zu vermitteln. Unser Gehirn, das die Bilder der Netzhaut verarbeitet, hat eine maximale „Belichtungszeit“ von einer viertel Sekunde, um dies mal mit einer Fotokamera zu vergleichen. Um Gasnebel oder Galaxien zu fotografieren, werden die Kameras an großen Teleskopen oft über mehrere Stunden belichtet. Für visuelle Beobachter bleiben nachts alle Katzen grau. Will man Doppelsterne und Sternhaufen beobachten, ist hier die visuelle Beobachtung den Fotografien meist überlegen. Schöne Eindrücke, die funkelnde Sternansammlungen beim Beobachter hinterlassen, sind auf dem Fotopapier nicht reproduzierbar. Hier kann man das Erlebnis Astronomie in vollen Zügen auskosten. Um in den vollen Genuss der Deep-Sky-Objekte zu kommen, braucht man möglichst klare, dunkle Nächte. Der Gegenspieler des Astronomen ist hier nicht nur das Wetter, sondern oft auch der Mond, der den Himmel zusätzlich aufhellt. Sehr gut geeignet sind klare Neumondnächte, die man vorzugsweise auf dem Lande abseits jeglicher Zivilisation verbringt. Dort ist die Lichtverschmutzung durch die Städte am geringsten.
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Mit dem Fernglas am Sternenhimmel navigieren

Wichtig bei der Deep-Sky Beobachtung ist das Zurechtfinden am Nachthimmel. Im Altertum haben die Astronomen schon markante Sterne in Sternbilder gefasst, die zugegeben nur mit viel Phantasie die Form haben, welche ihnen durch ihren Namen zugesprochen werden. Die Bezeichnungen der Sternbilder des nördlichen Sternenhimmels werden im Großen und Ganzen durch Figuren der griechischen Mythologie besetzt. Vergleicht man den Himmel mit einem Globus, so kann man die Sternbilder mit den Ländergrenzen vergleichen. Helle Sterne sind mit Großstädten vergleichbar. Das Aufsuchen von astronomischen Objekten
ist dann wie bei der Ortssuche auf Landkarten möglich. Man nimmt markante Sterne als Orientierungshilfe.

Ein paar nützliche Grundtipps für den Kauf eines Fernglas

Auf den folgenden Seiten finden Sie Infos zum Thema Ferngläser und wie ich das richtige Fernglas passen zu meinem Budget, Vorstellung und Anwendung am Besten auswähle. Unser großes Angebot an Ferngläser, welches mittlerweile zu den größten Angeboten in ganz Europa gehört, besteht in erster Linie aus hochwertigen Ferngläsern im mittleren Preissegment. Jedes einzelne unserer Ferngläser, auch die günstigeren, bestehen aus hochwertigen optischen sowie mechanischen Werkstoffen. Präzise Mechanik, robuste Fernglasgehäuse, gepaart mit optischer Brillianz garantieren Ihnen einen jahrelangen ungehemmten Gebrauch unserer Ferngläser. Unsere selektive Vorauswahl, unsere Preispolitik, sowie unsere Erfahrung und die der Hersteller garantieren Ihnen, hier die beste Wahl gefunden zu haben. Nutzen Sie auch die verschiedenen Suchmöglichkeiten die Ihnen unser Shop bietet. So können Sie mit einem Mausklick sich alle Produkte eines Herstellers anzeigen lassen, in den Suchfunktion können Sie nach verschieden Variablen suchen lassen. Das und noch mehr bietet unser Shop.

Finger weg von billigen Ferngläser

Von allzu billigen Ferngläsern sollte Sie beim Kauf eher absehen. In der Regel bestehen die meisten Komponeten solcher Ferngläser aus Kunststoffteilen, oftmals ist dies auch bei den Linsen der Fall. Die Ferngläser sind meistens nicht richtig justiert, das Bild wirkt matt und fahl, das Einblickverhalten ist ebenfalls nicht sehr wünschenswert. Diverse Öko-Tests haben ergeben, das bei manchen Fernost-Ferngläsern krebserregende Stoffe, in hoher Konzentration, in der Gummierung vorhanden waren.

Fernglas-Grundwissen

Ein Fernglas unterscheiden sich insbesondere durch zwei Merkmale: Die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser. Daher finden diese beiden Merkmale in der Klassifizierung eines Fernglases auch immer ihren Eingang. Bei einem 8x56 Fernglas, bezeichnet die Zahl Acht die Vergrößerung. Ein Objekt welches in der Realität 80 Meter entfernt ist, kann durch ein Fernglas mit der Vergrößerung acht so gesehen werden, als sei es nur 10 Meter entfernt. Die Zahl 56 bezeichnet den Objektivdurchmesser in Millimetern. Je größer der Objektivdurchmesser ist, um so mehr Licht kann in das Fernglas eintreten. Für Beobachtungen am Tag reicht ein Objektivdurchmesser von etwa 20 Millimetern, während für Beobachtungen bei schlechten Lichtverhältnissen oder in der Nacht ein möglichst großer Objektivdurchmesser für das Fernglas gewählt werden sollte.
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Weitere Infos:

Viele nützliche Fernglas-Infos erfahren Sie auch aus der Dokumentation von Zeiss.

 

Fernglas Wissen

Zeiss Fernglas Info

 

Vor der Suche und dem Kauf

Auch bei Ferngläser gilt: "Ein teures Fernglas ist auf Dauer günstiger"

Ein gutes Fernglas kostet gutes Geld. Ein teures Fernglas kann Ihnen über Jahrzehnte gute Dienste leisten, es bürgt also für nachhaltige Qualität, wie sie vor allem die Fernglas-Modelle renommierter Marken gewährleisten können. Die Empfehlung einer renommierten Marke ist deshalb der erste Schritt zu Ihrer Zufriedenheit. Außerdem sollte ein Fernglas Ihre individuellen Ansprüche erfüllen. Selbst die beste Beratung ist subjektiv und bleibt immer nur eine Empfehlung.
Sechs wichtige Kriterien sollten Sie beim Kauf eines Fernglas beachten, ein Test vor Ort empfiehlt sich immer. Fragen Sie bei uns nach, gerne können Sie mit uns einen Termin vereinbaren.

1. Verfügt das Fernglas über den richtigen Augenabstand?

Das Fernglas sollte auf die Augen des Beobachters eingestellt werden können, das heißt es wird an den Augenabstand angepasst. Die Einstellung ist richtig, wenn der Beobachter ein kreisförmiges Bild mit scharfer Begrenzung sieht (der in Filmen oft gezeigte Blick durch das Fernglas in Form von zwei Halbkreisen ist völliger Unsinn). Eine stabile Knickbrücke verbindet die beiden Fernglashälften und ermöglicht eine schnelle Anpassung an den Augenabstand des Beobachters. In der Regel lassen sich die meisten Ferngläser auf den individuellen Augenabstand anpassen, wenn Sie meinen über einen besonders kleinen Augenabstand zu verfügen, fragen Sie Ihren Fachhändler explizit nach dem minimal einstellbaren Augenabstand. Wenn Sie den Augenabstand eingestellt haben wird die Bildschärfe, falls erforderlich, mit dem Dioptrienausgleich eingestellt.

2. Ist das Fernglas auf die Fehlsichtigkeit des Benutzers einstellbar?

Damit die zwei getrennten Bilder des Fernglases auch gleichzeitig scharf abgebildet werden, sollte jeder Benutzer vor dem ersten Gebrauch das Fernglas auf seine Fehlsichtigkeit einstellen. Dieses Refraktionsgleichgewicht kann eingestellt werden, indem ein Okular – in der Regel das Rechte – verstellbar ist und dadurch die Abbildung auf eine Ebene erfolgt. Zur Einstellung der Bildschärfe schließen Sie das rechte Auge und stellen mit dem Mitteltrieb das Bild scharf. Danach das linke Auge schließen und – falls erforderlich – mit Hilfe des Dioptrienausgleichs am rechten Okular die Bildschärfe einstellen. Beim anschließenden Gebrauch muss nur noch mit dem Mitteltrieb auf unterschiedliche Entfernungen justiert werden. Fragen Sie vor dem Kauf eines Fernglas Ihren Fachhändler ob die Bildschärfe individuell einstellbar ist, dies ist aber so gut wie bei jedem Fernglas möglich.

3. Hat das Fernglas Brillenträger-Okulare oder nur umstülpbare Augenmuscheln?

Mit einem Blick durch das Glas jeweils ohne und mit Brille (evtl. auch Sonnenbrille) ist diese Frage beantwortet. Wenn das
Sehfeld beim Durchschauen mit Brille bei umgestülpten oder eingeschobenen Augenmuscheln um etwa die Hälfte kleiner ist, hat das Fernglas keine Brillenträger-Okulare. Auch hier gilt: Wenn Sie nicht vor Ort testen können, fragen Sie Fachhändler.

4. Welche Vergrößerung ist die Günstigste?

Die Handunruhe, das sgt. Händezitttern, ist individuell verschieden und steht in Abhängigkeit zur Detailerkennbarkeit. Als Vergleichsprobe beispielsweise zwischen einem Fernglas mit 8facher oder 10facher Vergrößerung ist ein Poster mit feinen Strukturen und kleiner Schrift aus rund 50 m Entfernung geeignet. Je höher die Vergrößerung desto stärker macht sich die Handunruhe bemerkbar. Sollten Sie krankheitsbedingt über stärkere Handunruhe verfügen, sollten sie den Kauf eines bildstabilisierten Fernglas in Betracht ziehen.

5. Ist die Entfernungseinstellung griffgünstig?

Wenn der Kunde in rascher Reihenfolge drei Objekte in unterschiedlichen Entfernungen – etwa 10 m, 25 m und 50 m – betrachtet und auf diese jeweils scharf einstellt, erhält er die Antwort auf diese Frage. Moderne Ferngläser verfügen über einen "Auto-Fokus" der eine Korrektur überflüssig macht.

6. Wie nah lässt sich das Fernglas fokussieren?

Mit einer kurzen Naheinstellung ist ein Fernglas als Telelupe für die Beobachtung von Insekten oder Kleinlebewesen benutzbar. Nach der Einstellung auf die kürzest mögliche Entfernung verdeutlicht die Betrachtung von kleinen Objekten, beispielsweise einer Streichholzschachtel oder einer Münze die Bildgröße im Nahbereich. Die meisten Kunden werden von dieser faszinierenden Möglichkeit überrascht sein. Diesen Effekt sollte man nutzen, um auf moderne Modelle mit erweitertem Nahbereich als Fernglas plus Telelupe hinzuweisen. Ein Fernglas mit Lupeneffekt ist z.B. das Pentax Papilio.

Fernglas Lexikon

Was bedeutet bei einem Fernglas die Zahlen 7x50 oder 8x30 genau? Was ist der Unterschied zwischen Dachkant- und Porro-Prismen Fernglas? Wie läßt sich die Lichtstärke eines Fernglases berechnen?
In unserem Fernglas-Lexikon finden Sie die Erläuterung zu den wichtigsten Fernglas-Begriffen. Für weitere technische Fragen stehen wir Ihnen zusätzlich gerne jederzeit via E-Mail zur Verfügung.
Hier finden Sie eine Erläuterung der wichtigsten Begriffe rund um das Fernglas. Diese Erläuterungen sollen Ihnen helfen, das für Sie optimale Fernglas zu ermitteln.
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AP

Abkürzung für Augenpupille

Antireflexbeschichtung

Antireflexbeschichtungen werden eingesetzt, um die Brechzahl- und richtungsabhängige partielle Reflexion optischer Grenzflächen von Linsen, Objektiven, Prismen oder Platten zu verringern.

Apochromat

Als Apochromat (griech. etwa für frei von Farben; engl. apochromatic lens) bezeichnet man eine spezielle optische Konstruktion, die den Farbfehler weitgehend reduziert. Im Gegensatz zu einem Achromaten wird nicht nur das primäre, sondern auch das sekundäre Spektrum korrigiert.
In der ursprünglichen Bedeutung ist ein apochromatisches Linsensystem so berechnet, dass die Schnittweite für drei Wellenlängen (Farben) im sichtbaren Bereich übereinstimmt, während beim einfacheren Achromaten die Übereinstimmung für nur zwei Wellenlängen gefordert ist. Auch für die übrigen Wellenlängen ergibt sich dann nur eine sehr kleine Abweichung der Schnittweite, und der Farblängsfehler ist somit sehr gut korrigiert.

Augenabstand

Durch die schwenkbare Mittelachse kann das Fernglas auf den individuellen Augenabstand des Benutzers eingestellt werden. Der optimale Augenabstand ist dann erreicht, wenn beim Blick durch das Fernglas ein gesamter Bildkreis zu sehen ist.

Augenmuscheln

Bezeichnung für die Verbindung zwischen Fernglas-Okular und dem Auge des Betrachters. Augenmuscheln bieten durch ihre ergonomische Form einen sehr hohen Beobachtungskomfort und verhindern störenden seitlichen Lichteinfall und dadurch entstehende Reflexe auf den Okular Linsen. Die Augenmuscheln passen sich automatisch der Gesichtsform an, wobei das Fernglas zusätzlich ruhiger gehalten werden kann. Durch die Verwendung von alterungsbeständigem Silikon sind Augenmuscheln angenehm weich, hautverträglich und in umklappbarer Variabilität auch für Brillenträger ideal geeignet.

Austrittpupille

Als Austrittspupille bezeichnet man die beiden hellen Kreisflächen, die man erkennt, wenn man aus ca. 30 cm Entfernung auf das Okular schaut. Formel zur Berechnung des Durchmessers: (Austrittspupille = Objektivdurchmesser : Vergrößerung). Als Qualitätsmerkmal gilt: Die Flächen sollten immer kreisrund und randscharf sein. Die Pupille des Auges verändert ihre Größe in Abhängigkeit von der Lichtintensität (klein bei Helligkeit, groß im Dunkeln). Bei einem 40-jährigen Beobachter beispielsweise liegt die max. Pupille typischerweise bei 6 mm. Als Faustregel gilt: Für eine komfortable Anwendung sollte die Austrittspupille eines Fernglases mindestens so groß sein wie die max. Pupille des Auges. Entscheidende Qualitätsmerkmale zur Beurteilung der Bildhelligkeit sind allerdings nicht nur die Austritts- und Eintrittspupillen, sondern vielmehr Faktoren wie Kontrast, Auflösungsvermögen und die Lichttransmission eines Fernglases.

Asphärische Linsen

Asphärische Linsen weisen im Gegensatz zu sphärischen Linsen am Rand eine andere Krümmung auf als in der Mitte. Dadurch ist es möglich, den Randbereich durchschreitende Lichtstrahlen anders zu beeinflussen als Lichtstrahlen, die durch die Linsenmitte gehen. Somit können bei bestimmten Konstruktionen Gewicht und Baugröße eines optischen Systems reduziert werden und macht bestimmte Abbildungseigenschaften erst möglich. So lässt sich die Abbildungsqualität steigern oder die Verzeichnung beeinflussen. Der Hinweis auf den Einsatz von asphärischen Linsen ist jedoch kein Qualitätsmerkmal an sich, da es bei der Herstellung von Asphären große qualitative Unterschiede gibt und der Einsatz nicht immer sinnvoll ist. Ferngläser mit asphärischen Linsen sind z.B. die Minox HG-Ferngläser oder die Bushnell Elite Ferngläser.

Asphärische Linsen

Auflösung

Auflösung ist das Vermögen eines optischen Systems, noch feinste Strukturen abzubilden. Je höher die Auflösung, desto besser werden selbst Details unter schwierigsten Lichtverhältnissen wiedergegeben.

Definiert ist das Auflösungsvermögen wie folgt:

Das Grenzauflösungsvermögen eines Fernrohrsystems ist der kleinste Winkelabstand zwischen den Mittellinien zweier benachbarter heller (oder dunkler) Striche eines Strichbild-Auflösungstestes, dessen Ausrichtung beim Betrachten durch den Prüfling festgestellt werden kann. Über das Auflösungsvermögen kann auf relativ einfache Weise eine schnelle Aussage zur Bildgüte eines Fernrohrs getroffen werden. Die Beschreibung der Vorgehensweise bei dieser Messung findet sich in der DIN ISO 14490-7.
Eine vereinfachte Formel zur Berechnung des Auflösungsvermögen eines Fernrohrs im Bogenmaß für die mittlere Wellenlänge von 550nm lautet Φ=132/Dep , dabei ist Dep der Durchmesser der Eintrittspupillle.

BK-7

Bezeichnung für Borosilikatglas, bzw- Bor-Kronglas. BK-7 dient überwiegend zur Herstellung von Prismen, es ist ein einfaches, günstiges, aber gutes Standardglas zur Herstellung von Ferngläser. BK-7 verfügt aber bei kurzbrennweitigen Ferngläser gegenüber Ferngläser die mit BaK-4 Gläser ausgestattet über einen Nachteil. Randstrahlen von lichtstarken Optiken werden bei einem BK-7 Glas im Prisma z.T. nicht mehr gänzlich reflektiert, man spricht auch vom "Grenzwinkel der Totalreflexion". Lichtstrahlen verlassen das Prisma an der Glas-Luft Fläche und führen zu Streulicht und Kontrastverlust im System.

BaK-4

Bezeichnung für Bariumkronklas. BaK-4 ist im Vergleich zu BK-7 ein höherwertiges Glasmaterial. Es dient vor allem zur Herstellung von Prismen. Durch die Verwendung von Bak-4 Glas wird ein noch bessere Detailauflösung und ein helleres sowie farbreineres Bild bei Ferngläser.

Brillenträgerokular

Die meisten modernen Ferngläser haben heute herausdrehbare oder herausschiebbare Augenmuscheln, da diese Ferngläser aufgrund ihrer großen Pupillenschnittweite (Abstand zwischen der äußeren Okularlinse und der Austrittspupille) von 14mm oder mehr für die Beobachtung mit Brille geeignet sind. Optimale Brillenträgerokulare ermöglichen die bequeme Beobachtung bei einem möglichst kleinen Abstand zwischen Brillenglas und Okularlinse. Eschenbach Ferngläser, Steiner Nighthunter sowie die Vixen Foresta und Vixen New Apex sind hervorragende Ferngläser für Brillenträger.

Calciumfluorit

Calziumfluorit, oder auch Flussspat genannt ist ein geheimnisvolles Mineral, es strahlt Licht wie ein Glühwürmchen bei der Einwirkung von Wärme oder UV-Strahlung aus. Chemisch besteht es aus Fluor (F) und Kalzium (Ca), die ein stabiles Halogenidmineral (CaF2) bilden.
Natürlicher Flussspat enthält Spuren an seltenen Erden, die ihm eine grünliche oder ins violett gehende Farbe verleihen und als Reaktion auf Wärme oder UV-Licht Fluoreszenzlicht abstrahlen. Größere natürliche Flussspat-Lagerstätten liegen in China, Mexiko, Australien und in der Mongolei.
Ein künstlich erzeugter Flussspat ist ein sgt. Einkristall, weshalb er keine Unreinheiten enthält. Dies ist auch der Grund warum der künstlich erzeugte Flussspat bei Wärme- oder UV Einwirkung kein Fluoreszenzlicht abgibt. Er stellt ein völlig gleichförmiges und transparentes Linsenmaterial mit den besten optischen Eigenschaften dar.
Künstlicher Flussspat ist chemisch stabil und lässt sich als Kristall mit äußerst hoher Qualität im Labor “heranzüchten“. Da Flussspat jedoch als Einkristall ausgebildet ist, hat er die Form eines regulären Oktaeders und neigt daher zum Absplittern und kann sehr leicht beschädigt werden. Beim Zuschleifen und Polieren eines solchen Kristalls zu einer Linse ist daher äußerste Sorgfalt geboten. Obwohl dieses Material nur schwer zu handhaben ist, ist künstlich erzeugter Flussspat in der Optikindustrie unersetzlich . Der Grund hierfür liegt in der besonderen optischen Qualität dieses Materials.
Einer der wichtigsten Faktoren für eine reduzierte Beobachtungsqualität bei Ferngläsern, Fotoobjektiven oder Teleskopen ist die sgt. "Chromatische Abberation", der Farbfehler. Das Maß der Lichtbrechung richtet sich nach der jeweiligen Farbe (Wellenlänge). Der Wert einer solchen Brechung wird als „Dispersion/Streuung“ bezeichnet. Die Brennweite eines Objektivs ist je nach Wellenlänge leicht unterschiedlich. Das erzeugte Bild wird rötlich oder violett verfärbt und macht sich vor allem bei höheren Vergrößerungen störend bemerkbar.  Für gewöhnlich werden zwei oder mehr Arten optischen Glases mit verschiedenen Streuungseigenschaften (Dispersionseigenschaften) zur gegenseitigen Kompensierung und Reduzierung des Farbfehlers miteinander kombiniert. Dennoch lassen sich Farbfehler auch bei Verwendung der besten Sorten optischen Glases nicht ganz vermeiden. Calciumfluorit ist der Schlüssel zur vollständigen Beseitigung von Farbfehlern. Das Mineral zeichnet sich durch eine extreme Dispersion aus, wie es sich bei keinem (ungiftigen) optischen Material findet. Dank dieser besonderen Eigenschaft lassen sich Farbfehler nahezu vollständig ausschließen. Eine farbfehlerfreie Optik führt zu Verbesserung von Auflösung und Kontrast. Als Resultat lassen sich z.B. subtile Farb- und Formdetails der Flügel von Wildvögeln, leichte Farbänderungen von dunklen Objekten im Gegenlicht, helle Sternhaufen oder Details der Oberfläche von Mond oder Planeten als deutliche und scharfe Bilder beobachten.
Da das Ausgangsmaterial deutlich teurer und die Bearbeitung erheblich schwieriger als optisches Glas ist, sind auch die Kosten für Ferngläser oder Teleskope deutlich höher als bei konventionellen Linsen. Ferngläser die Calziumfluoritlinsen enthalten sind z.B. die Steiner Discovery Ferngläser.

ClicLoc

Bezeichnung der Firma Steiner für ein Gurthaltersystem

Dachkant Prismen

Prismen-System zur Richtigstellung des Bildes, das vom Objektiv seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend an das Okular geliefert wird. Der Einsatz von Dachkant-Prismen ermöglicht einen nahezu linearen Einfall des Lichtes, wobei die Lichtwellen allerdings etwas verschoben werden. Dadurch erzielt das Dachkant-Prisma im Vergleich zum Porro-Prisma schlechtere Lichttransmissionswerte. Durch die Anordnung der Dachkant-Prismen können diese Ferngläser in ihrer Bauweise allerdings besonders schlank und handlich konzipiert werden. Bei Dachkantprismenferngläser ist es ein Qualitätmerkmal, wenn sie über eine Innenfokussierung verfügen, damit alle erforderlichen Bewegungen der Linsengruppen innerhalb dem abgedichteten Fernglas ausgeführt werden. Ferngläser mit Innenfokussierung sind z.B. die Optolyth ViaNova Ferngläser    

Dämmerungszahl

Während die geometrische Lichtstärke ein Maß für den Helligkeitseindruck ist, mit dem das beobachtete Objekt im Fernrohr gesehen wird, ist die Dämmerungszahl ein Maß für die in der Dämmerung noch erkennbaren Einzelheiten. Die Dämmerungszahl wird errechnet aus (Wurzel aus) Vergrößerung x Objektivdurchmesser. Die Dämmerungszahl ist eine rein rechnerische Größe, die in der Praxis jedoch niedriger ist. Beeinflusst wird die Dämmerungszahl insbesondere durch den Lichtdurchlassgrad.

Dioptrienausgleich

Der Ausgleich von unterschiedlichen Sehstärken der Augen.

Druckdichtigkeit

Hochwertige Ferngläser oder Spektive sind mit Stickstoff (Nitrogen) befüllt um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhinden. Minox wirbt damit, das bei Ihren Ferngläsern und Spektive das Edelgas Argon verwendet wird. Im Gegensatz zu Stickstoff verfügt das Edelgas über einen größeren Atomdurchmesser, der größere Atomdurchmesser von Argon soll bewirken, daß die vorhandene Diffusion langsamer abläuft und somit die Schutzgasfüllung länger erhalten bleibt.

ED-Glas

ED-Glas beschreibt ein spezielles Glas, welches oftmals in Objektiven mit kurzer Brennweite zum Einsatz kommt. ED-Glas verfügt über die Eingenschaft der anormalen Teildispersion, was zu einer Korrektur des sekundären Spektrums führt. Das in Objektiven oft eingebaute Spezialglas verfügt über anormale Teildispersion, was zu einer weitgehenden Korrektion des brennweitenabhängigen sekundären Spektrums führt. Man bezeichnet die sich daraus ergebene Korrektur auch als Apochromatische Korrektion. William Optics verwendet in seinem astronomischen 22x70 Fernglas ED-Glas um das Farbspektrum zu korrigieren.

Fast Close Focus

Speziell für den Nahbereich (ab ca. 2 m) konzipierte Technik, die durch eine stufenlose, gedämpfte Fokussierung die schnelle und komfortable Scharfstellung ermöglicht. Der deutsche Fernglas Spezialist Steiner verwendet dieses System in einigen seiner Fernglas-Modelle.

Fernglas

Ein Prismenfernglas, kurz Fernglas oder auch Feldstecher genannt, ist ein handliches Doppelfernrohr, mit dem man entfernte Gegenstände vergrößert beobachten kann. Das Fernglas basiert in seiner Bau- und Wirkungsweise auf dem Linsenfernrohr.

Feldstecher

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts benutzte man Doppelfernrohre Galileischer Bauart. Da diese zumeist in der freien Natur und auch vom Militär verwendet wurden, nannte man sie „Feldstecher“. Die übliche Vergrößerung lag zwischen 3x und 5x und das Sehfeld glich einem Blick durch ein Schlüsselloch. Weit höhere Vergrößerungen wurden mit terrestrischen Doppelfernrohren erreicht. Diese waren bis zu einem halben Meter lang, ließen sich jedoch zusammenschieben.

Fernglasleistung

Die Leistung eines Fernglases setzt sich aus Vergrößerung, Objektivdurchmesser, Bildqualität, Größe, Gewicht, Stabilität und der Qualität der Verarbeitung und Werkstoffe zusammen. Daher sollte jeder Käufer das für seine Anforderungen passende Modell wählen - entweder eines der kürzer und breiter gebauten Porroprismen-Ferngläser oder eines der schlanker und länger gebauten Dachkantprismen-Ferngläser. Da sich die Qualität jedes Fernglases erst bei schlechten Lichtverhältnissen, lang andauernder Beobachtung, extremen Temperaturen und Belastungen zeigt, bleibt die Fernglaswahl eine Vertrauenssache zwischen Hersteller und Benutzer.

Fluorit (siehe auch Calciumfluorit)

Fluorit oder Flussspat ist ein Mineral aus der Klasse der Halogenide, die chemische Formel lautet CaF2, es handelt sich chemisch also um Calciumfluorit. Industriell wird Fluorit hauptsächlich als Flussmittel in der Metallindustrie und zur Herstellung von Fluor und Fluorwasserstoffsäure verwendet. Daneben ist Fluorit ein beliebter Schmuckstein und dient als Grundstoff für optische Linsen und opaleszierende Gläser.
Durch die Eigenschaft das Lichtspektrum gleichmäßig zu brechen lässt sich die Chromatische Aberration von Objektiven ausgleichen. Problematisch ist hier, dass für Hochleistungsobjektive besonders große Kristalle benötigt werden, diese werden künstlich gezüchtet. Ferngläser mit reinen Fluoritkristallinsen werden aufgrund der sehr hohen technischen Anfordernungen und Kosten, die damit verbunden sind, eher selten angeboten. Der japanische Hersteller Kowa wirbt damit, bei seinen Kowa Highlander reine Fluoritkristallionsen zu verwenden.

Fokussierung

Darunter versteht man die Scharfeinstellung auf Objekte in unterschiedlicher Entfernung. Bei Binokularen erfolgt die Fokussierung gemeinsam für beide Augen (Mitteltrieb, Innenfokussierung etc.) oder getrennt durch Okular-Einzelverstellung. Darüberhinaus gibt es Sonderformen mit fester Voreinstellung und Bereichsumschaltungen.

Galileisches Fernglas

Bezeichnet Ferngläser mit geringer Vergrößerung und großem Sehfeld, das ohne Prismensystem ein aufrechtes Bild zeigt. Wird vor allem in Theatergläser verwendet.

Geometrische Lichtstärke

Die geometrische Lichtstärke wird errechnet durch Multiplizieren des Austrittspupillen-Durchmessers mit sich selbst. Ein Pupillen-Durchmesser von 3 mm ergibt eine geometrische Lichtstärke von 9. Einen eigenständigen Aussagewert hat die geometrische Lichtstärke nicht.

High-Definition XP-Optik

Eine von der Firma Steiner neu entwickelte Optik-Technologie für die Expert-Serien, die durch eine hochaufwendige Vergütungstechnologie erstklassige Lichttransmission gewährleistet. Perfekt auf den jeweiligen Einsatzbereich abgestimmt, um z.B. gleißendes Sonnenlicht, starke blaue Reflektionen auf See, grüne und braune Hintergründe in Natur oder Dämmerungsschatten auszugleichen. Dadurch wird dem Beobachter auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen zuverlässige Lichtstärke und tiefenscharfe Bildauflösung garantiert, wobei die natürliche Farbgebung des Objekts stets erhalten bleibt. Das Streulicht wird auf ein Minimum reduziert. Auch bei einsetzender Dunkelheit bleiben Details sichtbar, die für das bloße Auge nicht mehr zu erkennen sind.

High-Definition Optik

Dies ist der Name, der Firma Steiner für die Vergütungstechnologie der Economy-Serien, die insbesondere für Einsteiger und passionierte Hobbybeobachter ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet. STEINER's spezielle Filterung bzw. Verstärkung einzelner Farbspektren resultiert in konturenscharfer und heller Bildqualität - selbst bei blendender Sonne oder beginnender Dämmerung!

IS

Engl. Abkürzung für Image Stabilizer, Bildstabilisator

IS-Ferngläser

Ferngläser mit Bildstabilisator. Das System besteht aus Bewegungssensoren, die für die Ermittlung der Richtung und Stärke der Verwacklung zuständig sind. Die berechnete Korrektur wird dann durch die Veränderung zweier Vari-Angle-Prismen gesichert. Mit den IS-Ferngläsern kann problemlos aus der Hand, aber auch aus Fahrzeugen der Beobachtung nachgegangen werden. Canon Ferngläser sind ausschließlich mit Bildstabilisatoren ausgestattet.

Justierung

Voraussetzung für ein anstrengunsfreies Sehen ist bei einem Fernglas die saubere Montage beider Glashälften. Wichtig ist dabei, dass diese absolut parallel laufen müssen, sonst können im Extremfall Doppelbilder entstehen.

Kompaktfernglas

Unter diese Bezeichnung fallen handliche und leichte Ferngläser, die ideale Begleiter für Theater und Konzert oder für Wander- und Jagdausflüge sind. Sie enthalten Porroprismen und sind normalerweise so geformt, daß sie leicht in die Hände des Beobachters passen. Die Objektivdurchmesser sind typischerweise weniger als 26 mm. Kompaktferngläser sind größer als Mini-Ferngläser. Die Kompaktfernglas-Klasse stellt vielleicht den besten Kompromiß dar zwischen Größe, Gewicht und Leistung. Unter all den vielen Kompaktferngläser die es gibt das passende auszuwählen ist sicherlich eine mühselige Arbeit. Eines der Besten Kompaktferngläser sind die Pentax Papilio die vor allem durch eine hohe Qualität und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Lichtstärke

Geometrische Lichtstärke:
Rechnerisches Maß für den Helligkeitswert eines Fernglases. Je höher die Lichtstärke, desto besser ist das Fernglas für die Dämmerung geeignet.

Formel zur Berechnung:
Zahl des Objektivdurchmessers durch Zahl der Vergrößerung dividieren. Das Ergebnis ins Quadrat nehmen.+

Relative Lichtstärke:
Während die geometrische Lichtstärke nur den Objektivdurchmesser und die Vergrößerung berücksichtigt, wird durch die relative Lichtstärke die zusätzliche Leistungssteigerung durch spezielle Vergütungsarten beschrieben und im Vergleich zu einem unvergüteten Glas in prozentualer Steigerungszahl ( z.B. 60 % ) angegeben.

Ein lichtstarkes Fernglas ist z.B. das Bresser Condor 8x56.

Lotutec

Spezielle Bezeichnung der Firma Zeiss für die Glasbeschichtung an Linsenoberflächen. Durch die wasserabweisende Eigenschaft wie beim Lotusblatt perlt der Tropfen ab. Schmutz und auch Fingerabdrücke lassen sich sehr einfach von der extrem glatten Oberfläche entfernen.

Magnesium-Legierung Gehäuse

Magnesiumlegierungen gehören zu den leichtesten Werkstoffen, die der modernen Technik heute zur Verfügung stehen. Sie sind gleichzeitig super-robust und werden daher für den Korpus der Elite, Elite E2 und Infinity Gläser verwendet.

Makrolon

Makrolon ist ein aus der Raumfahrt stammendes Hightech-Material, das sich insbesondere durch seine Korrosions- und Temperaturbeständigkeit auszeichnet.

Memory Okulare

Ermöglichen die bequeme Speicherung der persönlichen Focus-Einstellung - ein erheblicher Vorteil in der Dämmerung oder bei Benutzung des Fernglases durch mehrere Personen.

Nachtglas

Ferngläser mit einer hohen Dämmerungszahl, die auch unter kritischen Lichtbedingungen noch eine gute Beobachtung garantieren.Gute Nachtgläser sind z.B. die Nikon Monarch oder die Steiner Nighthunter Ferngläser

Nano Protection

Spezielle Optik, die vor allen hartnäckigen Umwelteinflüssen schützt, salzwasserabweisend und dadurch extrem robust ist.

NBR-Longlife

Spezielle Gummiarmierung, die Öl-, Säure und Salzwasserbeständig ist. Diese Armierung schützt und verlängert zugleich die Lebensdauer Ihres Fernglases.

Objektivdurchmesser

Die zweite Zahl der Modellbezeichnung eines Fernglases. Diese gibt in Millimetern die Fläche an, durch die das Licht in das Fernglas gelangt. Je größer der Objektivdurchmesser, desto mehr Licht kann eintreten und desto besser ist das Fernglas für die Dämmerung geeignet.

Okular

Ein Okular ist eine Linse oder Linsensystem, durch das man mit dem Auge (lat. oculus) in ein optisches System blickt.

PC-3® Phasenvergütung

Bezeichnung der Fa. Bushnell für die Vergütung an ihren Dachkantprismen-Ferngläser. Diese chemische Vergütung wird bei den hochwertigsten Dachkantprismen-Ferngläsern verwendet. Sie wird auf die Prismen aufgetragen, um die Auflösung und den Kontrast zu erhöhen. Die PC-3 Vergütung stellt allerdings keine Verbesserung bei Porroprismen-Ferngläser dar.

Porro Prismen

Während das Objektiv an das Okular ein seitenverkehrtes und auf dem Kopf stehendes Bild liefert, dienen die Prismen zur Richtigstellung des Bildes. Das erste Prismen-System wurde 1854 vom italienischen Ingenieur Ignatio Porro entwickelt. Das Porro-Prismen-System läßt die einfallenden Lichtwellen unverändert, wodurch im Vergleich zum Dachkant-Prismen-System eine bessere Bildqualität erzielt wird. Das Minox BD ist ein modernes Porro Fernglas welches über eine gute Helligkeit, Dämmerungsleistung, Farbwiedergabe Kontrast und Auflösung verfügt.

Prismenglas

Die meisten optischen Prismen bestehen aus Borsilikatglas (BK-7) oder Bariumkronglas (BaK-4). BaK-4 ist ein hochwertigeres Glas und ergibt Gegenüber dem BK-7mehr Brillanz und Randschärfe.

Prismensysteme

Das Prismensystem eines Fernglases reduziert die für einen Lichtweg bestimmter Länge benötigte Baugröße und bewirkt, dass die Abbildung aufrecht erscheint. Man unterscheidet zwei Baurten von Prismensystemen: Dachkant- und Porroprismensysteme.

Randschärfe

Von der Bildmitte bis zum Rand nimmt bei jeder Optik die Bildschärfe aus technischen Gründen ab. Je höher der Qualitätsstandard des Fernglases, desto besser die Randschärfe und geringer der Abfall.

Sehfeld

Ein großes Sehfeld ermöglicht dem Beobachter, einen großen Ausschnitt zu beobachten und sich bewegende Objekte (z. B. einen Vogelzug) leicht zu verfolgen. Generell gilt, je höher die Vergrößerung, desto schmaler wird das Sehfeld. Definiert wird das Sehfeld als übersehbares Gelände in 1000 Metern Abstand vom Beobachtungsobjekt. Das Sehfeld wird meistens in Metern angegeben. Bei Angabe in Winkeln entspricht 1°=17.5 m. Das Sehfeld ist kein Kriterium, um die Qualität eines Fernglases zu beschreiben. Ein Sehfeld von mehr als 130 m kann vom menschlichen Auge gar nicht mehr auf einmal wahrgenommen werden. Ein Fernglas mit einem großen Sehfeld ist das Eschenbach Trophy 8x40.

Stickstofffüllung

Das Gas Stickstoff, Minox verwendet  auch das Edelgas Argon, wird über spezielle Ventile in das Vakuum des Fernglases gepumpt und verhindert das Beschlagen der Gläser oder die Bildung von Kondenswasser bei Temperaturenschwankungen von -40°C bis +80°C. Ein  mit Stickstoff gefülltes Fernglas  ist ein hervorragendes Qualitätsmerkmal. Von Nutzen ist ein mit Stickstoff gefülltes Fernglas dann, wenn  das Fernglas z.B. bei der Mitnahme des Glases aus dem Auto in die winterliche Kälte oder von klimatisierten Räumen in die Hitze, größeren Temperaturschwankungen unterliegt.
Die Ventile bieten zusätzlich die Möglichkeit, den Innendruck des Fernglases zu kontrollieren und die Stickstofffüllung gegebenenfalls zu erneuern. Ein mit Stickstoff gefülltes Fernglas garantiert perfekte Sicht in jeder Situation!

Steiner

Steiner ist einer der wenigen verbliebenen deutschen Hersteller von hochwertigen Ferngläser die noch in Deutschland produzieren.
Steiner wurde 2009 von dem italienischen Konzern Beretta aufgekauft.

Theaterfernglas

Die einfachste Art von Ferngläsern werden oft als Theaterferngläser bezeichnet. Sie funktionieren nach dem Galilei-Prinzip und kommen bei ihren geringen Vergrößerungen von 3- bis 4-fach ohne Prismen aus. Für den Theaterbesuch, deshalb auch der Name, sind sie mit ihrer kurzen Betrachtungsdistanz jedoch völlig ausreichend.

Transmission

Restmenge des beim Objektiv einfallenden Lichtes, die nach dem Durchwandern des Fernglases beim Okular wieder austritt. Je leitungsstarker die Vergütung des Fernglases desto höher dieser Lichtdurchlass. Spitzengläser haben einen Transmission von mind. 90% und höher.

Ultra Breitband Beschichtung

Ein Beschichtungsvorgang zur Antireflexion, welcher für jedes Linsenelement auf dem Lichtweg maßgeschneidert ist, damit das bestmögliche Licht seinen Weg vom Frontglas bis hin zum Okular findet. Das Ergebnis? Optimale Helligkeit und Echtfarbe im ganzen Lichtspektrum. Ultra Wide-Band Custom A/R Beschichtungssystem Alle Linsenoberflächen sind individuell speziell beschichtet, um die Übertragung von vorhandenem, nutzbaren Licht im gesamten sichtbaren Farbspektrum (380 nm-750 nm) zu maximieren.
 
Ultra Wide Band Coating

Vergrößerung

Die Leistung eines Fernglases wird in der Regel durch zwei Zahlen zum Ausdruck gebracht, die erste und zu 99,9% auch immer die kleinere Zahl, gibt den Vergrößerungsfaktor der Fernglasoptik an, zwischen der ersten und der 2, meist größeren Zahl steht ein "x" erst dann kommt der Objektivdurchmesser. Dabei wird die erste Zahl als ein Faktor angegeben und die zweite Zahl drückt den Objektivdurchmesser in millimeter aus. Mit einem 8x56 Fernglas erscheint also das zu betrachtente Objekt um den Faktor acht größer, als es mit bloßem Auge zu sehen ist.
Doch aufgepasst! Obwohl der Vergrößerungsfaktor zu einem der wichtigsten Kennwerte bei einem Fernglas gehört, passieren hier schon die ersten Fehler bei der Auswahl des richtigen Fernglas, da eine höchstmögliche Vergrößerung auch oftmals gleichgesetzt wird mit der höchstmöglichen Leistung eines Fernglas, doch weitere Faktoren spielen eine Rolle. Soviel vorweg, bei einem 20x50 Fernglas ist quasi unmöglich dieses noch freihändig zu halten, selbst bei Ferngläser ab Faktor 12 wird es schon schwierig das Fernglas ruhig in der Hand zu halten. Sie benötigen entweder ein Fernglas Stativadapter, um das Fernglas auf ein Stativ montieren zu können oder das Fernglas ist bildstabilisiert. Vor allem ältere Menschen sollten darauf achten ein Fernglas mit einer niedrigen Vergrößerung oder bildstabilisiertes Fernglas auszuwählen, Personen die z.b unter der Parkinsonsche Krankheit oder einer ähnlichen Erkrankung leiden, die ein starkes Zittern der Hände zur Folge hat, ist generell der Einsatz eines bildstabilisierten Fernglas empfehlenswert. Doch warum ist das so? Um das zu verstehen sollten Sie einen weiteren Begriff kennenlernen, die "Austrittspupille"

Beispiel eines Fernglas mit 22-facher Vergrößerung.

William Optics 22x70

Vergütung

Beim Auftreffen des Lichts auf die Linsen des Objektivs geht durch die Reflexion des Glases ein mehr oder weniger großer Teil des Lichtes verloren. Um die Reflexion so gering wie möglich zu halten, werden auf die polierten Glasflächen eine beziehungsweise mehrere Mineralschichten aufgebracht. Die Lichtdurchlässigkeit wird dadurch bis zu einem Drittel erhöht. Davon profitiert vor allem der Kontrast und die Bildstärke.

Vergütung - Klassen

Vergütun: Eine einzige Schicht auf mindestens einer Linse.
Volle Vergütung: Eine einzige Schicht auf allen Luft/Glas-Oberflächen.
Mehrfachvergütung: Mehrere Schichten auf mindestens einer Linse.
Volle Mehrfachvergütung: (Fully Multicoated FMC)  Alle Glas-/Luftflächen sind mit mehreren Schichten einer Antireflexbeschichtung versehen. Optische Systeme mit voller Mehrfachvergütung liefern die hellsten und kontrastreichsten Bilder und schonen gleichzeitig das Auge, weil nur ein sehr geringer Prozentsatz des einfallenden Lichts verloren geht.

Wasserdicht/Beschlagfrei

Manche Ferngläser sind zum absoluten Schutz gegen Wasser und Beschlagen mit O-Ringen abgedichtet und mit Stickstoff gefüllt. Bei diesen Modellen gelangt auch dann keine Feuchtigkeit nach innen, wenn sie ins Wasser fallen. Die inneren optischen Flächen beschlagen weder bei raschen Temperaturschwankungen, noch bei Feuchtigkeit.

XTR™ Technologie

Bezeichnung der Firma Bushnell für eine hochmoderne Linsenbeschichtung.
Wenn Licht durch die vielen Prismen und Linsen eines Dachkantprismen-Fernglases scheint, geht normalerweise ein bestimmter Lichtanteil verloren. Bushnells exklusive XTR-Technologie, die eine 60-lagige Vergütungsschicht auf jedem Prisma verwendet, konserviert, optimiert und macht das vorhandene Licht nutzbar. XTR liefert eine erstaunliche Lichtdurchlässigkeit von 99,73 % pro Linse und erzielt damit eine Gesamt- Lichtdurchlässigkeit von 90 %, wodurch die Bushnell Elite®-Serie zu den hellsten Ferngläsern ihrer Klasse zählen.

Zoom-Fernglas

Zoom-Ferngläser bieten den Vorteil des verstellbaren Sehwinkels und den eventuellen Nachteil gewisser optischer Kompromisse. Beim direkten Vergleich zwischen einem Standard- und einem Zoom-Fernglas schneidet ein Zoom-Fernglas in der Regel schlechter ab. Gerade bei extremen Zoombereichen mit 8- bis 20-facher oder sogar 10- bis 40-facher  Vergrößerung und die damit einhergehende Verengung des Gesichtsfeld erlauben eigentlich bei hohen Vergrößerungen kaum noch die Benutzung des gesamten Vergrößerungsbereichs aus freier Hand.

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